frei: wild

mit "wild" verbinde ich authentisches mit arrangiertem: die landschaften sind echt, die tiere nicht. es handelt sich um präparate, die für dieses vorhaben freundlicherweise von frank küchenhoff von der waldschule köln (gut leidenhausen) und dem erlebnismuseum monschau zur verfügung gestellt wurden. ziel ist, vorzutäuschen was nicht ist. es soll eine verwechslung zwischen lebend und tot entstehen, vermutlich auch im hinblick auf virtuelle realitäten.

zum projekt inspirierte mich eine serie von sonja braas. sie lichtet konstruierte naturszenen aus zoologischen gärten und naturhistorischen museen ab, und stellt sie authentischen landschaften gegenüber. gleichfalls regte mich "die sanfte gleichgültigkeit der welt" von peter stamm an. auf Seite 145 schreibt der autor, dass die protagonistin in einem museum ausgestopfte tiere in dioramen gesehen habe. tote tiere hätten etwas verlässliches, finde sie, weil sie nicht beißen würden.