freie arbeit: wild

bei den tieren handelt es sich um präparate, um ausgestopfte, tote tiere, die ich in der natur inszeniere. ziel ist, vorzutäuschen, was nicht ist, und dass alles echt ist, vermutlich auch im hinblick auf virtuelle realitäten. auch wenn alles so schön ist, soll man nicht alles glauben, was man sieht. zumal in der werbung oder in sozialen medien oft inszeniert und nachbearbeitet wird. mit „wild“ drehe ich ein lebensthema um realität und wahrheit weiter.

zum projekt inspirierte mich eine serie von sonja braas. die fotografin lichtet konstruierte naturszenen aus zoologischen gärten und naturhistorischen museen ab, und stellt sie authentischen landschaften gegenüber. gleichfalls regte mich "die sanfte gleichgültigkeit der welt" von peter stamm an. der schweizer autor erzählt in dem buch von einer jungen frau, die in einem museum ausgestopfte tiere in dioramen gesehen habe. tote tiere hätten etwas verlässliches, finde sie, sie würden nicht beißen.